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Chronik

Verein
Vereins-Chronik in Stichworten
1882
Ein mutiger und wichtiger Schritt für unsere Region war, als am 29.April 1882 die Herren um Schultheiß Sommer von Beizkofen den Obst- und Gartenbauverein Mengen gründeten.
Es waren lausige Zeiten, jeder hatte mit sich selbst zu kämpfen und doch interessierten sich die Menschen für das Naturprodukt Obst- und deren Anbau.
Man erkannte schnell wie wichtig die Züchtung für einen rationellen Obstbau auch in unserer Gegend war, die insgesamt dem Landschaftsbild ein bedeutender Einschnitt gab.
Bereits zur Gründung zählte der Verein 53 Mitglieder, der damalige Jahresbeitrag war 50 Pfennige.
In der nicht einfachen Zeit leitete Schultheiß Sommer von Beizkofen 40 Jahre die Geschicke des Vereins als Vorstand und leistete Pionierarbeit zusammen mit seinen Mitstreitern für weitere Generationen.
Schon bei der Gründung setzte sich der Verein aus Mitglieder aus der Raumschaft Hohentengen-Göge , Scheer, Heudorf, Blochingen und Ennetach zusammen. Auch die derzeitigen Mitglieder sind noch aus diesen Ortschaften zum großen Teil dem Verein angeschlossen und bilden somit einen großen Verbund in der Region.

1886
Alles was Rang- und Namen hatte war im Verein vertreten, von der hohen Geistlichkeit, Lehrer, Bauern, Handwerker- und Fabrikanten.
Bei einer Exkursion im selben Jahr wurden die vorbildlichen Obstgärten der Herren Fabrikanten Schaal, Krämer und Haberbosch in Augenschein genommen. Man besaß seinerzeit noch keinen Sportwagen, dafür aber eine Obstanlage sogar mit Spalierbäumen. Das Wissen der Menschen über den Anbau- und Pflege ihrer Obstbaumkulturen, war so gross, das der Verein oft mehrere Versammlungen mit Vorträgen- und Besichtigungen in der Umgebung durchführte und man gewann dadurch auch neue Mitglieder. Die Themen der Vorträge damals sind auch heute noch aktuell, wie schneiden der Bäume, Veredeln mit anderen Sorten, verjüngen alter Bäume, Düngung- und auflockern des Bodens. Damals wurden Obstbäume teilweise auch auf Ackerboden gepflanzt. Weitere Themen waren Unfruchtbarkeit- und Krankheiten  der Obstbäume und deren Ursache.
Der Obstbau wurde auch sehr von der königlichen Regierung gefordert, so dass die Versammlungen mit einem hoch auf den König beendet wurden.

1898
Zur Bekämpfung der Blattfallkrankheit wurde zur Mitbenützung eine Baumspritze angeschafft. Im Herbst des selben Jahres fand eine über mehrere Tage dauernde Obstaustellung in der Turnhalle statt, vorausgesetzt man höre und staune der verehrliche Stadtrat die Genemigung erteilt.
Der Eintritt betrug 10 Pfennige, die Schulen unter Führung des Lehrers hatten freien Eintritt. Für damalige Verhältnisse war diese Ausstellung mit Prämierung eine große Sache, wo doch aus der ganzen Umgebung die Obstbauern ihre Produkte der Fachjury zur Verfügung stellten. Es wurden 40 Preise mit Diplom vergeben.

1900
Aufgrund eines reichen Obstsegen in diesem Jahr gab es einen Vortag über Mostbereitung- und Dörren des Obstes. Der Vortag war anscheinend so wichtig, dass andere Punkte vertagt wurden. Der Schlusssatz lautete hier, "Mögen die gesamten Belehrungen über Obstmostbereitung- und Dörren von Obst recht guten Erfolg haben und der liebe Gott uns noch öfters einen reichlichen Obstsegen spenden".

1907
Einen interessanten Einblick gab das 25.- jährige Bestehen  des Vereins. Wo eine weitere Obstausstellung mit Verlosung stattfand. Jedes Mitglied erhielt eine unentgeltliche Losnummer.  Als Preise gab es 3 Baumsägen, 6 Baumbürsten, 5 Baumscheren, 2 Raupenscheren, 3 Okuliermesserm, 4 Gartenmesser, 2 Abpfelbrokler, 2 Baumkratzer- und 25 Fachbücher.
Auch der Schultheiß Laub war dem Verein sehr zugetan und war bei den Festvorbereitungen sehr hilfreich.

1911
Bei der diesjährigen Hauptversammlung am 12. April war der Andrang sehr gross, wo ein Vortrag über Baumgruben, den Baumansatz, die Baumpflege und über Düngung- und Verjüngung der Baüme abgehalten wurde. Zum Schluss ermahnte der gewandte auswertige Redner, die jungen Bäume vor Eintritt der kalten Jahrszeit vor Hasenfrass zu schützen, weil diese Nager wegen der Treffunsicherheit der Jagdausübenden manchmal gar frech ihre zertörende Arbeit an den jüngeren Bäumen ausüben.

1922
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1976
Wiedergründung des Vereins in seiner heutigen Form zum "Obst- und Gartenbauverein Mengen e.V. "
Durch den 1. Vorsitzenden Karl Beck mit seinem Vorstandsteam.
Karl Beck begleitete das Amt des 1. Vorsitzenden bis 1999.

1999
Bei Neuwahlen der Vorstandschaft wurde der 1. Vorsitzende Horst Zielke gewählt. Horst Zielke vertrat die Aufgaben des Vereins von 1999 bis 2004.

2004
Bei Neuwahlen der Vorstandschaft wurde die 1. Vorsitzende Mine Flaisch gewählt.

2007
Unter der Leitung der 1. Vorsitzenden Mine Flaisch mit ihrem Team, fand das 125-jährige Vereinsjubiläum  am 20. Oktober im Bürgerhaus in Ennetach statt.  Unter den zahlreichen Mitgliedern- und Gästen,  hielten der Landrat Dirk Gaerte, Mengens Bürgermeister Christian Lange, der Landesverbands Präsident Ulrich Rieker und der Kreisvorsitzende Karl Schanda die Grußworte zum Vereinsjubiläum.
Ein buntes Rahmenprogramm mit Musikalischem Auftakt, Begrüßung der 1. Vorsitzenden, Grußworte, Vortrag der Vereins-Chronik , Ehrungen, Alphornbläser, Gedichte und Sketche  rundeten das gelungene Vereinsjubiläum ab. (Siehe Auszüge aus der Festschrift 125 Jahr Jubiläumsfeier).

2008
Bei Neuwahlen der Vorstandschaft gab die bisherige 1. Vorsitzende Mine Flaisch ihr Amt ab. Neu gewählt wurde der 1. Vorsitzende Josef Weiler, der den Verein in seinen Aufgaben bis heute vertritt.
2016
Der Obst- und Gartenbau Verein Mengen e.V. ist nun auch mit einer eigenen Internetseite im ( World Wide Web ) vertreten.


Dank an einzelne Mitglieder des OGV-Mengen die mir Unterlagen zur Vereins-Chronik in der obigen Zusammenfassung beigestellt haben, vielen Dank!

                                                                



Vereinsgründer 1882
Schultheiß Sommer


 
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