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Oeschberg- Palmerschnitt System

Fachwissen
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen das schneiden der Streuobstbäume vom Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt sowie das umstellen  eines Obstbaus der bisher nach dem Alt-Württemberger Schnitt mit mehreren Leitebenen gehalten wurde und nun auf das Oeschberg-Palmer System umerzogen wurde vor.
 
Die vorliegenden PDF`s stammen von Rudolf Thaler, 1. Vorsitzender vom OGV-Bissingen unter Teck. Rudolf Thaler gehört zu denjenigen die noch in die Palmersche Schnittschule gegangen sind und eine über 40 jährige Erfahrung auf diesem Gebiet erarbeitet haben. Ich möchte mich für die unkomplizierte Bereitstellung, die von Ihm erarbeiteten Unterlagen recht herzlich danken. In unserer Gegend ist nach wie vor der Alt-Württembergerschnitt noch sehr verbreitet, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere bei der Neupflanzung oder beim Umstellen auf den Oeschberg-Palmerschnitt ein, wenn die überwiegenden Vorteile dieses Schnittes näher bekannt sind.

Der "Oeschberg-Schnitt" kommt aus der Schweiz und wurde dort von Dr.  Hans Spreng zunächst für Hochstämme entwickelt. Er wurde durch Helmut  Palmer aus dem Remstal nach Deutschland gebracht und ergänzt (Umkehraugverfahren) und weiter entwickelt. Die Oeschberg-Krone unterscheidet sich wesentlich vom herkömmlichen  Pyramidenschnitt, der mit seinen überlagerten Astkränzen mit starker Beschattung im Bauminneren zu den bekannten Nachteilen für die  Früchte und die Astgesundheit führt. Die Oeschbergkrone öffnet sich wie ein Trichter zum Licht hin und ermöglicht allen Früchten eine optimale Reifung (Viertele-Glas-Optik). Was am Anfang noch auf viel Widerstand stieß (und auch heute vor  allem in unserer Region noch sehr abwertend betrachtet wird) hat sich in  der Fachpraxis immer mehr bewährt und setzt sich immer stärker durch. Die Oeschberg-Krone vereint eine lange  Baumgesundheit,  hohe Qualität und hohen Ertrag.

Kurzübersicht der Vorteile:
  • viel Licht im ganzen Baum und dadurch gesunde und sehr reife und  aromatische Früchte (die Grundlage für handwerklich gute Obstprodukte)
  • hoher Ertrag durch in die Breite gezogene Bäume
  • die Erntehöhe ist deutlich niedriger und somit weit ungefährlicher, ein Großteil der Ernte sollte vom Boden aus möglich sein
  • die Bäume können einfacher, schneller und wesentlich ungefährlicher gepflegt werden.   
 
    Nachteil:   
  • Die Bäume ragen mit ihren Ästen stärker auf den Boden, vor allem  wenn sie Früchte tragen. Hier treten häufig Konflikte mit der  Wiesenbewirtschaftung auf, denn moderne landwirtschaftliche Geräte können durch die hohe Bauart nicht mehr direkt unter den  Bäumen mähen.     
Gerade der genannte Nachteil wiegt heute sehr schwer, da auch in der Landwirtschaft Effektivität einen hohen Stellenwert hat. Deshalb muss  vor jeder Umstellung auf den Öschbergschnitt die Grundsatzfrage geklärt werden: sind Ihnen die Bäume wichtig oder das  Gras? Beides zusammen führt zu dauernden Konflikten.
Beim Oeschberg-Palmer-Schnitt empfiehlt sich das Mulchen um die  Bäume mit einem kleinen Mäher, die großen Flächen können dann mit  Traktoren bewirtschaftet werden.
Lassen Sie sich von den nachfolgenden Informationen inspirieren.

Dokumentation: Arbeitsblatt Oeschberg-Schnitt von Rudolf Thaler
Dokumentation: Jungbaum Erzeihung im Oeschberg-Palmer System von Rudolf Thaler
Dokumentaton: Oeschberg- Umkehrauge von Rudolf Thaler
Dokumentation: Oeschberg- Stammverlängerung von Rudolf Thaler
Dokumentation: Weiterleiten von Rudolf Thaler
Dokumentation: Umgestellter Boskop auf Oeschberg-Palmer System von Rudolf Thaler

Weitere Link`s zum Thema: Oeschberg-Pallmerschnitt
                                             www.streuobst-rlp.de/obstbaum-schnitt.html
                                            



 
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